Erfolgreicher Netzfrequenz-Test von Westnetz mit Batteriespeicher von Schoenergie

Im Pilotprojekt „SUREVIVE“ hat Westnetz gemeinsam mit Schoenergie einen erfolgreichen ersten Test eines Großbatteriespeichers durchgeführt, der das Stromnetz aktiv stabilisieren kann. Ziel des Projekts ist es zu zeigen, dass Batteriespeicher künftig Aufgaben übernehmen können, die bisher vor allem von konventionellen Kraftwerken erfüllt wurden – insbesondere die Stabilisierung von Netzfrequenz und Spannung. Der getestete Speicher im Mittelspannungsnetz konnte im sogenannten netzbildenden Modus wie erwartet reagieren und zur Netzstabilität beitragen. Auch bei anspruchsvollen Systemereignissen arbeitete die Anlage zuverlässig und lieferte Systemdienstleistungen, die mit der Momentanreserve klassischer Kraftwerke vergleichbar sind. Das Projekt wird in Föhren umgesetzt und umfasst einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 55 Megawattstunden. Zum Einsatz kommt moderne Steuerungstechnik mit netzbildenden Wechselrichtern von SMA Solar Technology. Eine angeschlossene Photovoltaikanlage lädt den Speicher. Langfristig soll untersucht werden, wie solche Speicher nicht nur das Netz entlasten, sondern eigenständig stabil halten können, indem sie kurzfristige Schwankungen ausgleichen. Nach erfolgreichen Simulationen und Labortests liefert der Feldtest nun wichtige Erkenntnisse für den realen Einsatz. Auch das Fraunhofer Institute for Solar Energy Systems ISE begleitet das Projekt und wird die Ergebnisse weiter analysieren, um zukünftige Anwendungen im Energiesystem zu optimieren.
