Großspeicher haben auch bei rein marktlichem Betrieb großen volkswirtschaftlichen Nutzen

Eine Studie von Neon Neue Energieökonomik und Consentec zeigt, dass Großspeicher auch bei rein marktlichem Betrieb – also nach Preissignalen am Großhandelsmarkt – volkswirtschaftlich positive Effekte erzielen. Sie senken Systemkosten und Preisvolatilität und ermöglichen die bessere Integration von Wind- und Solarstrom, was auch dem Klimaschutz zugutekommt. Allerdings tragen Speicher unter dieser Betriebsweise nicht systematisch zur Reduzierung von Netzkosten bei, da Netzengpässe und Netzentlastung nicht in ökonomischen Signalen abgebildet werden. Konzepte wie flexible Netzanschlüsse oder dynamische Netzentgelte könnten helfen, bergen laut Studie aber das Risiko hoher Kosten bei geringem Nutzen und könnten den Speicherzubau bremsen. Die Autoren betonen, dass nicht nur Netzdienlichkeit, sondern die Systemdienlichkeit – der Gesamtbeitrag von Batteriespeichern zu Markt- und Netzeffizienz – entscheidend ist. Empfohlen werden zeit- und ortsvariable Preissignale, einheitliche Anschlussregeln und Mechanismen, die netz- und systemdienliches Verhalten angemessen vergüten. Lion Hirth, Geschäftsführer von Neon, fasst zusammen: „Batteriespeicher sind ein Gewinn für das gesamte Stromsystem; entscheidend ist nun, die Rahmenbedingungen so anzupassen, dass auch die Netze stärker profitieren.“
