Steigende Silberpreise veranlassen Longi zum Umstieg auf kupfermetallisierte Solarzellen

Der Chinesische Photovoltaik-Hersteller Longi plant, ab dem zweiten Quartal 2026 Solarzellen mit kupferbasierter Metallisierung in die Massenproduktion zu bringen. Hintergrund sind stark gestiegene Silberpreise und der hohe Kostenanteil der Metallisierung in der Zellfertigung. Durch den Ersatz von Silber durch Kupfer will Longi Materialkosten senken und Risiken in der Rohstoffversorgung reduzieren, ohne die Leistung seiner Zellen zu beeinträchtigen. Besonders geeignet ist laut Longi die Back-Contact-Zellarchitektur, da sich die leitfähigen Strukturen auf der Rückseite befinden und alternative Metallisierungstechniken einfacher umzusetzen sind als bei gängigen TOPCon-Designs. Erste Produktionskapazitäten für diese Umstellung werden bereits aufgebaut. Gleichzeitig bleiben technische Herausforderungen wie Oxidation, Diffusion und die langfristige Zuverlässigkeit kupfermetallisierter Zellen bestehen. Bedeutung für Deutsche Hersteller: Deutsche Solarhersteller müssen entscheiden, ob und wie schnell sie ähnliche Kupfermetallisierungstechnologien einführen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Wichtige Kriterien sind dabei Kostenreduktion, Langzeitstabilität, technologische Kompatibilität mit bestehenden Zellkonzepten sowie eine mögliche Positionierung über Qualität und Zuverlässigkeit statt über den niedrigsten Preis.
