Sicherheitsrisiko: EU-Doktrin warnt vor Abhängigkeit von Chinesischen Photovoltaik-Wechselrichtern

Die Europäische Kommission sieht die Abhängigkeit von Chinesischen Photovoltaik-Wechselrichtern als hohes Sicherheitsrisiko, da rund 80 % der europäischen Anlagen solche Geräte nutzen. Gefahren ergeben sich durch Lieferantenkonzentration, mögliche Cyberangriffe, Zugriff auf Netz-Daten und Infiltration der Lieferketten. Die Sicherheitsdoktrin der EU konzentriert sich auf sechs Hochrisikobereiche, darunter strategische Abhängigkeiten, kritische Technologien, sensible Daten und Infrastruktur. Zur Risikominderung sollen unter anderem die NIS2-Richtlinie, der Cyber Resilience Act und der Net Zero Industry Act beitragen. Die Kommission will risikoreiche Investitionen überwachen, ausländische Subventionen prüfen und alternative Lieferquellen fördern. Neben Wechselrichtern gelten auch Halbleiter, Elektrofahrzeuge, Drohnenkomponenten und Grenzdetektionssysteme als kritisch. Der European Solar Manufacturing Council (ESMC) unterstützt die Pläne, fordert eine EU-weite Whitelist vertrauenswürdiger Hersteller und die Möglichkeit, risikoreiche Geräte vom Netz auszuschließen. Ein EU-Forum für Wechselrichter und Energiemanagementsysteme soll die digitale und energiewirtschaftliche Resilienz Europas stärken. Frühere Warnungen von ESMC und tschechischen Behörden bestätigen die Sicherheitsbedenken.
